Es gibt diese Momente, in denen man aus dem Auto steigt, den Blick schweifen lässt und sofort weiß: Genau deshalb sind wir losgefahren. Über uns ein strahlend blauer Himmel, vor uns die beeindruckende Bergkulisse Südtirols und dieses Gefühl, dass die nächsten Tage etwas ganz besonderes werden.
Fünf Tage Familienzeit in Gitschberg Jochtal liegen vor uns – mit gemeinsamen Abenteuern, neuen Lieblingsplätzen und ganz viel Zeit füreinander. Wir freuen uns auf abwechslungsreiche Ausflüge und kleine Entdeckungen, aber vor allem auf jene ungeplanten Momente, die Reisen mit Kindern manchmal chaotisch, oft überraschend und am Ende so unvergesslich machen.
Anreise & Unterkunft
Unser Zuhause im Gitschberg Jochtal
Die Fahrt nach Südtirol hat bei uns rund acht Stunden gedauert. Eine lange Strecke, die sich aber Stück für Stück wie ein langsames Herantasten an die Berge anfühlt. Mit jedem Kilometer wird die Landschaft beeindruckender und die Vorfreude im Auto ein kleines bisschen größer.
Family Home Alpenhof
Während unseres Aufenthalts ist das Family Home Alpenhof in Meransen unser Zuhause auf Zeit. Das Familienhotel liegt ruhig am Berghang und bietet einen herrlichen Weitblick über das Pustertal bis nach Brixen und zu den Gipfeln der Dolomiten.
Nach dem Check-in zieht es uns direkt auf den großen Outdoor-Spielplatz. Hier können unsere Mäuse nach der langen Autofahrt klettern, rennen und in Ruhe ankommen. Anschließend entspannen wir im warmen Wasser des hauseigenen Schwimmbads – der perfekte Start in fünf gemeinsame Tage in den Bergen.
Auch kulinarisch fehlt es uns an nichts: Morgens erwartet uns ein abwechslungsreiches Frühstücksbuffet, an dem wir sogar Proviant für unsere Wanderungen mitnehmen dürfen. Am Abend wählen wir aus vier frisch zubereiteten Hauptgerichten, ergänzt durch ein kleines Buffet. Genau das Richtige, um einen aktiven Tag in den Bergen gemütlich ausklingen zu lassen.
Aktivitäten & Highlights
Mit der Bergbahn auf den Gitschberg
Früh am Morgen geht es für uns direkt zur Bergbahn auf den Gitschberg. Noch ist es angenehm ruhig – und genau diese besondere Morgenstimmung macht unseren Start in den Tag perfekt. Schon während der Gondelfahrt öffnet sich der Blick immer weiter: hinauf zu den Bergen und hinunter ins Tal.
Aus der Gondel entdecken wir bereits die ersten Spielbereiche – Rutschen, Klettertürme und jede Menge Platz für kleine Abenteuer. Oben angekommen, ist für Rosie und Bowie sofort klar, wohin es geht: direkt zum Spielplatz im Sonnenpark. Klettern, rutschen, rennen – am liebsten alles gleichzeitig. Während die beiden voller Energie den Spielplatz erobern, lassen wir die beeindruckende Aussicht und die klare Bergluft auf uns wirken.
Wanderung zur Mittelstation
Doch der Gitschberg ist nicht nur ein wunderbarer Ort zum Spielen, sondern auch, um gemeinsam in der Natur unterwegs zu sein. Für den Rückweg entscheiden wir uns deshalb für eine kleine Wanderung. Vom Sonnenpark führt uns der Weg zunächst in Richtung Pichlerhütte und anschließend weiter bis zur Mittelstation.
Auf der Pichlerhütte legen wir eine Pause ein und gönnen uns eine wohlverdiente Jause. Vor uns breitet sich die Südtiroler Bergwelt aus – einer dieser Ausblicke, bei denen alles plötzlich ein wenig langsamer und ruhiger wird. Danach fahren wir von der Mittelstation ganz entspannt mit der Gondel zurück ins Tal.
Jochtal – ein Morgen, wie wir ihn in den Bergen lieben
Es sind genau diese Morgen, für die wir die Berge so lieben. Die Luft ist noch angenehm frisch, die ersten Sonnenstrahlen tauchen die Gipfel in warmes Licht und überall liegt diese besondere Ruhe, während der Tag langsam erwacht.
Mit der Jochtalbahn geht es für uns hinauf auf den Berg. Noch bevor wir unsere Wanderung starten, entdecken Rosie und Bowie die kleinen Holzkugeln an der Bergstation. Natürlich müssen zwei davon mit – eine Entscheidung, die sich schnell als goldrichtig herausstellt. Entlang des Weges warten immer wieder Kugelbahnen darauf, ausprobiert zu werden. Mal rollt die Kugel schneller als gedacht ins Ziel, mal bleibt sie irgendwo auf der Strecke liegen. Genau diese kleinen Momente sorgen immer wieder für leuchtende Kinderaugen – und dafür, dass auch wir Erwachsenen ganz automatisch das Tempo herausnehmen.
Steinermandl
Unser Ziel ist die Panoramaplattform Steinermandl. Schritt für Schritt öffnet sich die Landschaft vor uns, bis wir schließlich oben ankommen. Für einen Augenblick wird es ganz still. Vor uns liegen unzählige Berggipfel, so weit das Auge reicht. Einer dieser Ausblicke, die sich kaum mit der Kamera festhalten lassen und die man einfach einen Moment lang genießen muss.
Während wir das Panorama auf uns wirken lassen, sammeln Rosie und Bowie ein paar Steine und bauen ihr eigenes kleines Steinmännchen. Es sind genau diese unscheinbaren Augenblicke, die uns von einer Reise oft am längsten in Erinnerung bleiben. Bevor wir weitergehen, verewigen auch wir uns noch im Gipfelbuch.
Auf dem Rückweg wird es dann noch einmal richtig lebendig. Der große Abenteuerspielplatz ist für unsere beiden natürlich das Highlight. Klettern, schaukeln, rutschen und balancieren – hier wird gelacht, gerannt und jede Menge Energie verbraucht, während wir uns einfach darüber freuen, ihnen dabei zuzusehen.
Bevor es mit der Gondel wieder hinunter ins Tal geht, machen wir noch Halt auf der Ochsenalm. Bei einer zünftigen Jause, frischer Bergluft und dem Blick auf die umliegenden Gipfel lassen wir diesen besonderen Vormittag ganz entspannt ausklingen.
Fane Alm – das schönstes Almendorf Südtirols
Es gibt Wanderungen, bei denen nicht nur das Ziel begeistert, sondern schon der Weg dorthin. Genau so erleben wir den Milchsteig zur Fane Alm.
Vom Wanderparkplatz Berg am Boden sind es etwa 200 Meter bis zum Einstieg. Durch eine große Almtür beginnt unser Familienabenteuer – und bei Rosie und Bowie ist die Begeisterung sofort groß. Der Weg führt zunächst an einem glasklaren Bergbach entlang und überrascht uns immer wieder mit liebevoll gestalteten Erlebnisstationen.
Wir suchen durch ein Fernrohr nach einem Kalb, füllen unsere Trinkflaschen mit eiskaltem Bergwasser und läuten große Kuhglocken. Besonders lange bleiben wir an einer Steinstation stehen, an der Rosie und Bowie mit viel Geduld ihren eigenen Turm bauen. Genau diese ungeplanten Pausen machen das Wandern mit Kindern so besonders.
Wegerlebnis Milchsteig
Während der Milchsteig anfangs nur sanft ansteigt, wird der letzte Abschnitt über zahlreiche Stufen deutlich steiler. Nach rund eineinhalb Stunden erreichen wir den Aussichtspunkt oberhalb der Fane Alm – und bleiben erst einmal sprachlos stehen.
Die alten Almhäuser schmiegen sich in die Landschaft, Kühe grasen auf den Wiesen und in der Ferne plätschert der Bach. Wir setzen uns auf eine Bank und genießen für einen Moment einfach nur die Ruhe.
Nach einer Runde durch das historische Almendorf kehren wir in der Gattererhütte ein. Während Rosie und Bowie den kleinen Spielplatz erobern, genießen wir ein Radler und einen wohlverdienten Kaiserschmarrn.
Für den Rückweg wählen wir zunächst den bequemeren Forstweg und wechseln später wieder auf den Milchsteig. Zum Abschluss durchschreiten wir noch einmal die große Almtür – fast so, als würden wir unser kleines Bergabenteuer ganz bewusst hinter uns lassen.
Gut zu wissen:
Wer den Milchsteig nicht laufen möchte, kann über die Mautstraße bis kurz vor die Fane Alm fahren. Rund 300 Meter vor dem Almendorf befindet sich ein weiterer Parkplatz. Neben den Parkgebühren fällt hierfür eine Maut an, die direkt an der Schranke bezahlt werden kann – auch mit Kreditkarte. An Wochenenden und Feiertagen fährt außerdem ein Shuttle vom Wanderparkplatz Berg am Boden direkt zur Fane Alm.
Kulinarisches & Genuss
Genussmomente in den Bergen
Zu einem Urlaub in Südtirol gehören für uns auch die vielen kleinen Genussmomente. Nach einer Wanderung gibt es kaum etwas Schöneres, als auf einer Sonnenterrasse Platz zu nehmen, die Wanderschuhe kurz auszuziehen und bei einer zünftigen Brotzeit den Blick über die Berge schweifen zu lassen.
Jausenzeit auf der Alm
Genau diese Momente erleben wir auf unserer Reise immer wieder. Ob bei einer Jause auf der Pichlerhütte nach unserer Wanderung am Gitschberg oder während der gemütlichen Einkehr in der Gattererhütte auf der Fane Alm – jede Hütte hat ihren ganz eigenen Charme und lädt dazu ein, einfach noch ein wenig länger sitzen zu bleiben.
Besonders nach der Wanderung auf dem Milchsteig schmeckt der Kaiserschmarrn gleich doppelt so gut. Vielleicht liegt es an den vielen Höhenmetern. Vielleicht aber auch einfach daran, dass gutes Essen in den Bergen irgendwie immer noch ein bisschen besser schmeckt.
Auch im Hotel werden wir jeden Tag bestens versorgt. So starten wir morgens gut gestärkt zu unseren Ausflügen und lassen den Tag am Abend bei einem leckeren Essen ganz entspannt ausklingen.
Fazit
Fazit – Fünf Tage, die viel zu schnell vergangen sind
Manche Reisen bleiben einem vor allem wegen der großen Sehenswürdigkeiten in Erinnerung. Andere wegen der kleinen Momente dazwischen. Gitschberg Jochtal gehört für uns ganz klar zur zweiten Kategorie.
Wir denken an die ersten Sonnenstrahlen während der Gondelfahrt, an das Läuten der Kuhglocken am Milchsteig, an selbstgebaute Steintürmchen mit Blick auf unzählige Gipfel und an die vielen Stunden, die Rosie und Bowie draußen in der Natur verbracht haben. Es sind genau diese Augenblicke, die einen Familienurlaub für uns besonders machen.
Was uns an Gitschberg Jochtal so gut gefallen hat, ist die Mischung aus abwechslungsreichen Wanderungen, familienfreundlichen Ausflugszielen und der Ruhe, die die Region ausstrahlt. Hier muss nicht jeder Tag bis ins Detail geplant sein. Oft reicht es, gemeinsam loszulaufen und zu schauen, was der Weg bereithält.
Als wir am letzten Morgen unsere Koffer ins Auto luden und noch ein letztes Mal auf die Berge blickten, stand für uns eigentlich schon fest: Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch. Denn manchmal gibt es Orte, an die man nicht nur gerne zurückdenkt – sondern irgendwann auch zurückkehrt.
Deine Reaktion ist uns wichtig!
Dein Feedback, egal in welcher Form, ist die beste Unterstützung, die du uns geben kannst. Sag uns, was dir gefällt und was nicht. Hinterlass uns einen Kommentar hier unter diesem Blogbeitrag oder ein Like auf Social Media. Denn genau das ist unsere größte Motivation. Unser Applaus. Unser Fleißbienchen.
Du hast Fragen oder Anregungen?
Als her damit! Mit einer Reaktion zeigst du uns nicht nur dein Interesse, sondern sorgst auch dafür, dass dieser Blog lebt!
Unsere Beiträge wollen geteilt werden!
Dir hat dieser Artikel gefallen und du willst deinen Freunden davon erzählen? Dann freuen wir uns über deine Unterstützung zu unserem Blog.