Zurück im Bregenzerwald. In einer Region, die uns längst vertraut ist und die uns trotzdem bei jedem Besuch aufs Neue überrascht. Wir kommen immer wieder gerne hierher – auf bekannte Wege, an liebgewonnene Orte und mit der Vorfreude auf all das, was wir noch nicht kennen. Denn so oft wir auch zurückkehren: Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Welche Abenteuer dieses Mal wohl auf uns warten?
Der Bregenzerwald begrüßt uns in diesem Sommer mit genau dem Bergwetter, das wir so lieben: Mal zeigt sich die Sonne, mal ziehen Wolken und einzelne Nebelschwaden über die Berghänge. Und gerade dann wird es für uns in den Bergen erst richtig schön. Wenn die Gipfel für einen Moment hinter den Wolken verschwinden, der Nebel durch die Täler zieht und sich die Landschaft innerhalb weniger Minuten verändert.
Fünf Tage liegen vor uns. Zeit für kleine und große Abenteuer, für gemeinsame Familienzeit und vor allem dafür, eine uns bekannte Region noch einmal ganz neu zu entdecken.
// Du magst lieber den Winter? Kein Problem – dann gibt es im Bregenzerwald auch ganz viel zu entdecken. In diesem Blogbeitrag findest du alles zu unserer Winterauszeit!
Anreise & Unterkunft
Ankommen im Bregenzerwald
Herrlich, wir sind wieder da! Nach rund fünf Stunden Autofahrt erreichen wir Au und unser Zuhause für die kommenden Tage: das Alpen Hotel Post. Und wer uns schon länger folgt, der weiß, auch hier sind wir nicht zum ersten Mal. Aber wer kann es uns schon verübeln – schließlich ist das Familienhotel der perfekte Ausgangspunkt für unsere Ausflüge im Bregenzerwald.
Alpen Hotel Post
Geht es zuerst auf den Outdoor-Spielplatz oder in die große Badewelt? Ja, hier hat man nach jedem Abenteuertag die Qual der Wahl. Während draußen Klettergerüst, Rutsche, Sandkasten und verschiedene Fahrgeräte warten, sorgt drinnen vor allem die neue Wasserrutsche mit Zeitmessung für Begeisterung. Und natürlich liefern sich nicht nur die Kinder ein kleines Wettrennen.
Auch kulinarisch sind wir bestens gut versorgt: Der Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück, am Nachmittag gibt es eine Jause mit Kaffee, Kuchen & anderen Leckereien und abends genießen wir ein mehrgängiges Menü. Hach – hier lieben wir es einfach!
Aktivitäten & Highlights
Wälderbähnle – mit Volldampf durch den Bregenzerwald
Nach einem ausgiebigen Frühstück wartet ein besonderes Erlebnis auf uns: eine Fahrt mit dem historischen Wälderbähnle. Weil nicht nur die Fahrt, sondern auch alles drumherum absolut spannend ist, sind wir direkt eine halbe Stunde früher am Bahnhof in Bezau.
So können wir in Ruhe beobachten, wie die alte Dampflok vorbereitet wird. Kohle wird nachgefüllt, Wasser getankt, und überall zischt und dampft es. Plötzlich ertönt der Pfiff: „Alle einsteigen, bitte!“
Wir suchen unsere Plätze in einen der historischen Waggons und kurz darauf setzt sich das Wälderbähnle auch schon langsam in Bewegung. Erst hören wir nur das gemächliche Zischen der Dampflok, dann wird ihr unverwechselbarer Rhythmus immer schneller. Sofort fühlen wir uns ein Stück in eine andere Zeit versetzt.
Das regnerische, bewölkte Wetter passt dabei perfekt. Wir öffnen die Fenster, lassen uns den Fahrtwind um die Nase wehen und genießen den Blick auf die dampfende Lok, die Waggons und die Landschaft. Wolken hängen zwischen den Bergen, die Wiesen leuchten sattgrün und mittendrin schlängelt sich das Wälderbähnle durch den Bregenzerwald. Soooo mystisch!
In Schwarzenberg haben wir etwa 20 Minuten Aufenthalt, bevor es zurückgeht. Für unsere kleinen Mäuse ist das Abenteuer aber noch lange nicht vorbei: Nach der Fahrt dürfen sie sogar einen Blick in die Lok werfen und stehen plötzlich direkt vor dem großen Dampfkessel und dem Ofen, der unterwegs immer wieder mit Kohle befüllt wurde.
Diedamskopf – eine Bergwelt zum Sehen und Staunen
Unser nächstes Abenteuer startet an der Mittelstation des Diedamskopfs. Auf dem Themenweg „Bergwelt zum Sehen und Staunen“ führen uns kleine Erlebnisstationen durch die Welt der Tiere, Pflanzen und Alpen. So zählt für unsere kleinen Abenteurer nicht der Weg, sondern nur die Frage: Wann kommt die nächste Station?
Unterwegs winken wir den vorbeischwebenden Gondeln zu, blicken von einer Aussichtsplattform über den Berghang und entdecken in der Ferne sogar einen Wasserfall. An der Bergstation belohnen wir uns schließlich mit kühlen Getränken und – wie soll es anders sein – mit einer großen Portion Kaiserschmarrn.
Danach wandern wir weiter zum Gipfelkreuz. Murmelbahnen versüßen den kurzen, aber steilen Aufstieg. Oben erwartet uns eine beeindruckende Aussicht: Auf der einen Seite reihen sich die Alpengipfel aneinander, auf der anderen Seite öffnet sich die Landschaft bis zum Bodensee. Wir beobachten Paragleiter und genießen noch einmal ganz bewusst die Bergwelt, bevor uns die Gondel zurück ins Tal bringt.
Der Weg von der Mittel- zur Bergstation überwindet rund 420 Höhenmeter und dauert mit Kindern etwa zwei Stunden. Die befestigte Strecke eignet sich für einen geländetauglichen Kinderwagen. Bis zum Gipfel kommen weitere 70 steile Höhenmeter hinzu – und für die Murmelbahnen solltet ihr unbedingt etwas Extrazeit einplanen.
Mellau – Kinderklettern & Schluchtenquerung
Am Nachmittag geht es mit der Mellaubahn hinauf zur Roßstelle. Dort wartet Bergführer Andreas schon auf uns – und mit ihm eine Kletterwand, die unsere kleine Bergsteigerin sofort neugierig mustert. Vier farblich markierte Routen führen nach oben, doch ihr Blick bleibt vor allem an der Glocke in fünf Metern Höhe hängen.
Klettergurt an, einseilen und los geht’s! Griff für Griff arbeitet sie sich nach oben. Dann ertönt endlich das erste laute Bimm! Geschafft! Unten wird gejubelt, oben gestrahlt – und natürlich bleibt es nicht bei diesem einen Versuch.
Und danach wartet das nächste Highlight bereits: Mit dem Flying Fox geht es über eine kleine Schlucht. Die Kids werden gesichert und eingehangen – dann heißt es loslassen. Schon saust einer nach dem anderen auf die gegenüberlegende Seite. Was ein Spaß!
Gut zu wissen:
Das Kinderklettern mit Schluchtenquerung gehört zum örtlichen Tourismusprogramm und eignet sich für Kinder ab fünf Jahren. Plant dafür etwa zwei bis drei Stunden ein. Festes Schuhwerk und bequeme, sportliche Kleidung sind empfehlenswert.
Dalmüs/Faschina – Blumenkunde & Murmelspaß
Ein weiterer schöner Familienausflug wartet in Faschina. Auf dem Blumen-Wander-Lehrpfad wandert ihr von der Mittel- zur Bergstation der Stafelalpbahn und entdeckt dabei die beeindruckende Pflanzenwelt rund um den Hahnenkopf. Etwa 150 Pflanzenarten wachsen hier – passende Infotafeln erklären, was gerade am Wegesrand blüht. Dazu begleitet euch ein herrlicher Rundumblick auf die umliegenden Berge.
Für Kinder macht der neue Murmelweg die Wanderung noch spannender. An sieben Erlebnisstationen rollen Holzkugeln durch verschiedene Bahnen, kleine Rätsel warten darauf, gelöst zu werden, und ganz nebenbei erfahren kleine und große Entdecker mehr über Murmeltiere, Pflanzen und andere Bewohner der Alpen. Die passenden Holzkugeln sind an Automaten vor Ort erhältlich – und landen anschließend als schönes Andenken im Wanderrucksack.
Weitere Ausflugtipps
Höhlenpark-Klausenstein
Nur etwa 15 Autominuten vom Bahnhof in Bezau entfernt liegt der Höhlenpark-Klausenstein – perfekt, um ihn mit einer Fahrt im Wälderbähnle zu verbinden. Ein kleiner Erlebnisweg führt durch den Wald, vorbei an mächtigen Felsblöcken und verwunschenen Höhlen, die vor rund 500 Jahren durch einen Felsabbruch entstanden sind.
Unterwegs können Kinder klettern, Steine stapeln, mit Ästen bauen und die Natur spielerisch entdecken. Große Spielgeräte braucht es dafür nicht – der Wald selbst wird zum Abenteuerspielplatz. Der Weg ist allerdings nicht für Kinderwagen geeignet. Für kleinere Kinder empfehlen wir deshalb eine Kraxe.
Spielplätze mit Bergblick
Die Spielplätze in Au und Schoppernau eignen sich perfekt für eine entspannte Pause mit Kindern. Hier können sie nach Herzenslust klettern, schaukeln und balancieren. Natürliche Materialien und abwechslungsreiche Spielgeräte sorgen dafür, dass garantiert keine Langeweile aufkommt. Und das Beste: Bergsicht inklusive!
Sunrise auf der Kanisfluh
Während Anni und die Mäuse noch schlafen, startet Thommy um 3:30 Uhr zu einem besonderen Abenteuer. Im Licht der Stirnlampen wandert er vom Alpengasthaus Edelweiß hinauf zur Holenke, dem 2.044 Meter hohen Hauptgipfel der Kanisfluh.
Nach etwa eineinhalb Stunden erreicht die Gruppe das Gipfelkreuz – gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Langsam taucht das erste Licht die Gipfel und Täler in warme Farben. In der Ferne zeigen sich sogar Murmeltiere und Gämsen. Für solche Momente lohnt sich das frühe Aufstehen!
Die geführte Tour, welche man übrigens ebenfalls im Touristenbüro buchen kann, umfasst etwa 5,4 Kilometer und 560 Höhenmeter. Stirnlampe, feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser und etwas Proviant gehören unbedingt in den Rucksack!
Deine "kostenlose" Eintrittskarte
Die Gäste-Card Bregenzerwald & Großes Walsertal gilt für Bergbahnfahrten in aussichtsreiche Höhen, umweltfreundliche Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und erfrischend-entspannende Freibad-Besuche. Die Gäste-Card erhalten alle kostenfrei, die zwischen 1. Mai und 31. Oktober drei oder mehr Nächte in einer der 27 Partnergemeinden verbringen. Sie gilt vom Anreise- bis zum Abreisetag und wird von den Gastgeber*innen ausgestellt.
Fazit
Bregenzerwald – vertraut und doch immer wieder neu
Als die Berge des Bregenzerwaldes im Rückspiegel langsam kleiner werden, sind nicht nur unsere Speicherkarten randvoll, sondern auch unsere Herzen – mit ganz vielen tollen Erinnerungen. Hinter uns liegen 5 Tage mit neuen Abenteuern, besonderen Familienmomenten und der Erkenntnis, dass selbst vertraute Orte uns immer wieder überraschen können.
Es sind nicht nur die großen Abenteuer, die bleiben, sondern vor allem die kleinen Momente dazwischen: ein fröhliches Zurückwinken aus der Gondel, ein wiedergefundener Stein im Höhlenpark, der Fahrtwind am offenen Fenster des Wälderbähnles oder der erste Bissen Kaiserschmarrn nach einer Wanderung.
Vielleicht kommen wir genau deshalb so gerne zurück. Obwohl uns inzwischen vieles vertraut ist, wartet hinter jeder Kurve ein neues Abenteuer. Der Bregenzerwald zeigt uns auch dieses Mal wieder ganz neue Seiten – und wir sind uns ziemlich sicher, dass es noch längst nicht alle sind.
{Werbung} Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Bregenzerwald entstanden.
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