Sabbatical

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  1. Sabbatical – Was ist das überhaupt?
  2. Wo liegen die Vorteile?
  3. Wie lange dauert so eine Auszeit?
  4. Welche Möglichkeiten gibt es noch?
  5. Unsere Situation

uszeit gefällig? Du brauchst unbedingt eine Pause — willst aber unter keinen Umständen deinen Job verlieren? Dann wäre vielleicht ein Sabbatical genau das Richtige für dich! Wer hat noch nicht davon geträumt aus dem immer gleichen Alltagstrott auszubrechen, um abseits der Arbeit neue Kraft zu tanken. Das geht! Und das Beste: Sogar mit dem Segen deines Chefs!

Sabbatical – Was ist das überhaupt?

Sabbatjahr oder zu neudeutsch Sabbatical ist ein Arbeitszeitmodell, in dem du dich mit deinem Arbeitgeber auf einen längeren Sonderurlaub einigst. Du gehst also auf Reise, kommst zurück und arbeitest wieder bei deiner alten Firma. Klingt das nicht super?

Sabbaticals kommen immer mehr in Mode. Und das aus gutem Grund, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass gestresste Arbeitnehmer nach einer mehrmonatigen Auszeit deutlich effizienter arbeiten als zuvor. Überstunden, anstrengende Kunden und immer neue Zielvorgaben, die es zu erfüllen gilt. Vor lauter Stress verliert man die Freude an der Arbeit. Das Ende vom Lied: Jegliche Motivation weicht, Leistungserwartungen werden nicht mehr erfüllt und schlimmsten Falls führen diese Überlastungen zu krankheitsbedingten Ausfällen. Um dem entgegen zu wirken, setzen immer mehr Unternehmen auf zeitlich begrenzte Auszeiten für ihre Mitarbeiter. Während einige Arbeitgeber ihren Angestellten anbieten, genug Überstunden anzusammeln, um im Anschluss einige Monate auf Reisen zu gehen, erlauben andere Unternehmen etwa einen zeitlich begrenzten Lohnverzicht im Austausch für ein anschließendes Sabbatical. Der einzige Haken an der Sache: Der Arbeitgeber muss mit dem Ganzen einverstanden sein, denn bislang gibt es noch keinen rechtlichen Anspruch auf diese Beurlaubung.

Wo liegen die Vorteile?

Du glaubst dein Chef lässt sich auf diesen Vorschlag nicht ein? Versuchen kostet bekanntlich nichts! Du musst ihm von den Vorteilen überzeugen. Und die haben es in sich — für beide Seiten! Welcher Arbeitgeber möchte schließlich nicht gerne von einem energiegeladenen Mitarbeiter profitieren, der seine Arbeit nach einer gewissen Pause wieder mit Freude, Engagement und neuen Ideen anpackt?

So überzeugst du deinen Chef von einem Sabbatical:

  • Kreativität
    Mit etwas Abstand fällt es leichter, altbekanntes unter neuen Gesichtspunkten zu sehen. Insbesondere in kreativen Berufen können Arbeitgeber nur davon profitieren, wenn ihre Mitarbeiter die Chance haben, ihren Kopf frei zu bekommen, um danach mit neuer Energie wieder durchstarten zu können.
  • Produktivität
    Sabbaticals bieten eine exzellente Möglichkeit, sich dem Dauerstress zu entziehen, sich zu regenerieren und die Prioritäten im Arbeitsalltag neu zu ordnen. Selbst wenn man während der Auszeit aktiv bleibt — wird man sich allein aufgrund der Tatsache entspannen, dass man andere Aufgaben erledigt, als üblich.
  • Veränderter Blickwinkel 
    Vielleicht ist es der Kontakt mit fremden Kulturen oder das neue Hobby: Alles, was anders ist, ist gut, denn der Blick über den Tellerrand macht’s. Man verändert seine Herangehensweise an Situationen — entwickelt völlig neue Lösungsansätze für Probleme. Für viele Arbeitgeber ist diese Art der Lösungskompetenz von unschätzbarem Wert.
  • Interkulturelle Kompetenz
    Ausgiebige Reisen während eines Sabbaticals erweitern nicht nur den Horizont, sondern erhöhen auch die Fähigkeit, sich in einem Umfeld mit fremden Menschen und unterschiedlichen Gepflogenheiten schnell zurechtzufinden. Insbesondere international aufgestellte Unternehmen können daraus ihren Nutzen ziehen.
  • Loyalität
    Zufriedene Mitarbeiter bewirken zufriedene Kunden und zufriedene Kunden bewirken zufriedene Chefs. Finden Führungskräfte Möglichkeiten, ihren Angestellten Auszeiten zu gönnen, steigern sie dadurch die Zufriedenheit des gesamten Teams. Umfragen zeigen sogar, dass Mitarbeiter in den Jahren nach einem Sabbatical weniger geneigt sind, das Unternehmen zu wechseln, weil sie eine größere Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgebern empfinden.

Wie lange dauert so eine Auszeit?

Üblicherweise dauert so ein Sabbatical bis zu zwölf Monate. Kürzere oder längere Auszeiten sind aber auch möglich. Im Grunde genommen ist es eine Absprache zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Verhandle mit deinem Arbeitgeber ein möglichst großes Zeitfenster, denn früher als geplant zurückkommen geht schließlich immer…

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Unbezahlter Urlaub

Du hast ebenfalls die Möglichkeit nach unbezahlten Urlaub zu fragen. Das bedeutet, du lässt das Arbeitsverhältnis für eine gewisse Zeit ruhen. Dein Gehalt setzt für diese Zeit aus, jedoch bleiben alle Kündigungsregelungen erhalten. Vorsicht: Versichert bist du nur bis zu 4 Wochen nach Antritt des unbezahlten Urlaubs!

Kündigung

Und wenn alle Stricke reißen, hast du natürlich noch die Möglichkeiten zu kündigen. Kündigen. Alles hinter sich lassen. Und wer weiß, vielleicht kannst du ja trotz Kündigung nach deiner Auszeit bei deinem alten Arbeitgeber wieder anfangen.

Unsere Situation

Ja, wir haben beide gekündigt. In unseren Fällen hat es leider nicht funktioniert. Lass dir aber dadurch nicht den Mut nehmen. Sei der Held deiner eigenen Geschichte! Jedes Unternehmen ist anders gestrickt und vielleicht klappt es ja bei dir. Wir drücken dir auf jeden Fall fest die Daumen.

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