Salzwüste Salar de Uyuni

Du steckst gerade mitten in der Planungsphase für eine Trip in die Salzwüste Salar de Uyuni? Perfekt, dann können diese Tipps besonders nützlich für dich sein! Wir selbst haben an einer 3-Tagestour durch das Altiplano-Hochland teilgenommen und haben dir hier mal unsere Erfahrungen und Ratschläge detailliert zusammengefasst. Denn oftmals sind es die Kleinigkeiten, die eine Tour zum Desaster oder zu einem echten Erlebnis werden lassen. Also lasse dir nicht von der Höhe oder dem Wetter die Laune verderben!

1) Höhe

Den wichtigsten Tipp, den wir dir für diese 3-Tagestour geben können, ist dieser: Nimm dir 2-3 Tage Zeit und pass dich der Höhe an. Wenn du die Tour von chilenischer Seite aus starten möchtest, dann ist der beste Ort dafür San Pedro de Atacama. Die Wüstenstadt San Pedro liegt schon auf ungefähr 2.500 m und eignet sich daher bestens zur Akklimatisation deines Körpers.

Jeder Mensch reagiert anders auf den Höhenunterschied. Man sollte jedoch sein Glück nicht auf die Probe stellen. Schließlich bewegt man sich während der Tour zwischen 3.000 und fast 5.000 m Höhe. Mit Kopfschmerzen macht das Ganze sicherlich überhaupt keinen Spaß.

Kaufe dir eine Packung Cocablätter und kaue ein Paar davon bei kleinen Anzeichen von Kopfschmerzen. Diese schmecken zwar etwas bitter — helfen aber wirklich. Wahlweise gibt es auch Cocabonbons oder Cocatee. In den Nachtlagern gibt es den Cocatee vor dem Abendessen und beim Frühstück. Schmeckt dir das alles nicht, dann besorge dir im Vorfeld der Tour einfach genug Schokolade, denn oftmals hilft schon der Zucker.

2) Sonne

Sei dir stets bewusst, dass die Tour durch eine Wüste geht. Auch auf der Passhöhe von fast 5.000 m spendet dir kein Baum Schatten. Du bist den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt, da ist selbst der kalte Wind tückisch. Du solltest dir also im Vorfeld Sonnencreme, Sonnenbrille, einen Kopfschutz und vielleicht auch einen Labello besorgen.

Bist du dann direkt in der Salar de Uyuni herrscht akute Sonnenbrandgefahr! Der seichte Wasserfilm der Salzwüste wirkt wie ein Spiegel und reflektiert die Sonnenstahlen. Daher creme dich gut ein und vergesse dabei auch deine Füße nicht.

3) Trockene Luft

Die Luftfeuchtigkeit nimmt mit zunehmender Höhe ab. Gerade im Altiplano ist diese sehr gering und führt mit dem vielen aufgewirbelt Sandstaub schnell zu ausgetrockneten Nasenschleimhäuten. Daher raten wir dir ein Feuchtigkeitsspray einzupacken — und auch zu benutzen.

4) Wasser

Die Tourenanbieter empfehlen dir 2 Liter Wasser pro Person und Tag mitzuführen. Während den Mahlzeiten bekommst du die Getränke vom Veranstalter gestellt. Wasser nachzukaufen ist sehr schwierig, da die Dörfer ziemlich weit auseinander liegen und nur zu den Mahlzeiten angefahren werden. Auch wenn es etwas kälter sein sollte: Vergesse das regelmäßige Trinken nicht! Ein ausgeglichener Haushalt ist wichtig und beugt ebenfalls Kopfschmerzen vor. Wir haben uns in San Pedro mit zwei 6 l Wasserkanister eingedeckt.

5) Wetter

Die Jahreszeit und die Höhe spielen hier entscheidende Rollen. Da es morgens vor dem Sonnenaufgang kalt, mittags teilweise richtig heiß und nach dem Sonnenuntergang wieder kalt ist, raten wir dir zu dem altbewährten Zwiebelprinzip. Check vorsichtshalber vor deinem Trip nochmal das Wetter.

6) Gepäck

Achte darauf, dass du alles was du für den jeweiligen Reisetag benötigst im Handgepäck dabei hast. Der Rest wird für den kompletten Tag auf das Dach des Jeeps geschnallt und mit einer Plane verhüllt. Sind die großen Gepäckstücke erstmal dort oben befestigt, kommt man so schnell nicht mehr dran, da die Fahrer ungern zweimal am Tag das Verdeck öffnen. Wir haben unsere Rucksäcke vorsichtshalber mit unseren Schutzhüllen überzogen. Empfehlen wir generell, somit wird der Backpack nicht so schnell dreckig.

7) Staub

Wir hatten kein Problem mit dem Staub und der Luft im Jeep. Die Klimaanlage und Heizung blieb jedoch während der gesamten Zeit aus. Wie ein Selbssttest zeigte, wäre sowieso nur Wüstenstaub in den Innenraum des Wagens geblasen worden. Wir haben zum Luftausgleich einfach das Fenster ein Stück geöffnet. Uns wurde aber auch berichtet, dass manche Fahrer das Öffnen der Fenster untersagen.

8) Unterkunft

Hier kommt es ganz auf den Tourenanbieter an. Bei vielen Veranstaltern nächtigst du die erste Nacht in einem Hostel. Unser Anbieter Flamingo Tours brachte uns in einem Gästehaus einer bolivianischen Familie unter. Die Unterkünfte beider Varianten sind sehr einfach ausgestattet. Du schläfst in einem engen Mehrbettzimmer, hast Gemeinschaftstoiletten und für 10 Bolivanos, kannst du eine warme Dusche nehmen. In den Zimmern hast du sogar die Möglichkeit dein Elektronikkrams zu laden.

Die zweite Nacht war bei uns ziemlich gut: Wir nächtigten in einem Salzhotel — ganz genau, in einem Hotel erbaut aus Salzsteinen. Dort gibt es Doppel- und Mehrbettzimmer. Für 10 Bolivanos kannst du auch hier warm duschen. Mit einer anderen Agentur kann aber auch die zweite Unterkunft ein Hostel mit Schlafsälen sein. Frage daher am besten schon vor deiner Buchung bei deiner Agentur nach, um welche Schlafunterkünfte es sich handelt.

9) Essen

Die Mahlzeiten waren besser wie erhofft. Es gab ausreichend Frühstück (sogar mit Kakao), abwechslungsreiches warmes Mittag- und Abendessen. Zudem gab es auch gegen 17 Uhr in der Unterkunft eine Teetime. Keiner der Tourteilnehmer klagte über Magenbeschwerden oder Übelkeit. Das gebuchte Essen ist ebenfalls von Agentur zur Agentur unterschiedlich und kann daher nicht verallgemeinert werden.

Als Snacks für zwischendurch hatten wir noch pro Reisetag eine Packung Kekse dabei. Etwas Süßes für zwischendurch tut ab und zu auch gut und gibt deinem Mund wieder einen angenehmen Geschmack.

Du hast noch weitere Anregungen oder Fragen zu dieser Tour? Kein Problem — dann ab damit in die Kommentare! Wir freuen uns, wenn wir dir weiterhelfen können 🙂

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