Flipper zum Geburtstag

// Anni an der Tastatur// Eigentlich wollten wir erstmal unsere ältere Berichte aufholen, bevor wir hier mit Neuigkeiten umherschmeißen. Doch aus besonderen Anlass greife ich heute mal voraus und berichte euch von unserem gestrigen Tag. Denn einer der bedeutesten Menschen in meinem Leben hatte Geburtstag. Ohne meinen Clown Thommy wäre ich nicht hier, wo ich jetzt gerade bin und ohne ihn wäre das Leben im Weltreise-Traum auch definitiv nur halb so schön.

Wären wir daheim, hätte es wie jedes Jahr eine mega Familiensause im Garten gegeben. Alle wären für Würstchen, Steak und Bier für ein paar Stündchen vorbei gekommen. Dieses Jahr ist das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes “ins Wasser gefallen”. Erstens wir sind ja gar nicht daheim. Zweitens dort schüttete es aus Eimern. Was ein Zufall. Kann mich nicht daran erinnern, dass es je zu Thommys Geburtstag geregnet hat… zumindestens in den letzten 6 Jahren.

Wir brauchten also ein Alternativ-Programm

Und danach mussten wir nicht lange suchen. Aktuell befinden wir uns in dem schönen Ort Lovina an der Nordküste Balis. Und hier gibt es jeden Morgen Delfine zu bestaunen. Zack gebucht. Unser Tag begann sehr früh, ein bisschen zu früh für Geburtstagsverhältnisse. Aber warum denn so früh? Tja, die „Dolphin-Watching-Touren“ starten täglich zum Sonnenaufgang um 6:00 Uhr oder erst wieder danach um 08:30 Uhr. Wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang miterleben. Ein bisschen Kitsch am Geburtstag muss jawohl sein. Deshalb hieß es für uns um 5:15 Uhr raus aus den Federn!

In der Dunkelheit fuhren wir also mit dem Roller Richtung Strand, wo auch schon unser Definguide auf uns wartete. Zusammen mit zwei weiteren Jungs führte er uns zu dem Boot — ein Einbaum, auf dem auch wirklich nur fünf hintereinander sitzende Personen Platz hatten. Ob das wohl gut geht? Die Morgenstimmung brach an, als wir ablegten. Traumhaft schön, wie sich das Morgenrot im fast ruhigem Wasser spiegelte. Nein, wir waren natürlich nicht das einzige Boot am offenen Meer. Schön wäre es gewesen. Unzählige andere Einbäume schipperten neben uns am Horizont entlang.

Wir kapselten uns von der Herde aus Touristenbooten ab und führen ein Stück in die andere Richtung. Wusste unser Bootsführer wirklich was er da machte? Irgendwann stellte er den Motor aus und wir trieben mit vereinzelten Booten, die uns gefolgt waren, regungslos auf dem Wasser und warteten… Und dann ging die Sonne auf. Die Atmosphäre war traumhaft schön, sodass wir fast vergaßen, warum wir hier waren. Und dann – ganz plötzlich – wurde die Ruhe gebrochen.

Die Delfine waren da!

Da hatte unser Guide doch einen ziemlich guten Riecher! Andauernd tauchten neben den Booten die süßen Meeressäuger an der Wasseroberfläche auf und begeisterten mit ihren Sprüngen. Dieser Delfinspot war leider nicht lange ein Geheimnis. Immer mehr Boote fuhren von der anderen Seite rüber zu uns und nach geraumer Zeit war es wirklich voll. Ein wirres Kreuz-und-Quer über den Ozean begann auf der Jagt nach Flipper. Uns wurde das Spektakel dann doch etwas zu viel und zusammen mit unseren Mitstreitern beschlossen wir Richtung Festland zu steuern.

Zurück im Hotel erwartete uns ein ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse direkt am Meer. Doch lange Verweilen konnten wir nicht — es stand schließlich noch viel auf dem Programm. Dazu in einem späteren Bericht mehr.

Mein persönliches Fazit

Delfine in freier Wildbahn zu beobachten war für uns etwas ganz besonders und ein Highlight an Thommys Geburtstag. Ja, es ist durchaus eine touristische Angelegenheit, doch wer auf Meeresbewohner steht, dem kann ich diese Tour empfehlen. Etwas schade war, dass zum Schluss die Tiere “gejagt” wurden und sozusagen keinen natürlichen Freiraum mehr hatten. Doch man muss wirklich sagen, dass der Preis in Lovina dafür einfach unschlagbar ist.

// Hast du auch schon mal Delfine in freier Wildbahn gesehen? Wenn ja, wo?

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