24 Stunden São Paulo — ist das überhaupt möglich?

Ja, ist es!

São Paulo ist Brasiliens pulsierendes Herz und zugleich Wirtschafts, Finanz- und Kulturzentrum sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes. Die Stadt hat obendrein den größten industrielle Ballungsraum in ganz Lateinamerika. Mittlerweile haben hier mehr als 1.200 deutsche Firmen wie etwa Bosch, BASF, Siemens oder Volkswagen Niederlassungen.

Das Stadtbild ist von Betonklötzen nur so gezeichnet. Teilweise mit Streetart bemalt und sonst eintönig grau. Trotzdem wirkt São Paulo sehr hip, modern und ist in Sachen Trends up-to-date. Zugegeben, es kann passieren, dass du während der Rushhour schonmal in Staus mit einer Gesamtlänge von 180 km kommst, aber das gehört zu dem Großstadtflair eben dazu.

Überall die Nase vorne

Viele noch nie Dagewesene glauben, in São Paulo gäbe es kein Grün. Die Menschen dort hätten keinen Spaß, da die brasilianische Metropole ja nur aus Wolkenkratzern besteht und deren Sieben-Tage-Woche bestände rund um die Uhr nur aus Arbeit.

Na, wer hätte das gedacht?

Überrascht waren deshalb viele Leute, als eine Studie vor kurzem belegte, dass São Paulo mehr Brasilianer und internationale Touristen anzieht als die weltberühmte Schwesterstadt Rio de Janeiro. Wie konnten die Paulistanos mit ihrer Betonwüste nur gegen die Strandmetropole gewinnen?

So eine große Stadt und zu wenig Zeit?

Kein Problem! Wir zeigen dir die Must-Sees von São Paulo und wie du sie in nur einen Tag unter einem Hut bekommst! Anbei, wie versprochen, deine ultimative 24-Stunden-Tour von São Paulo:

 

  1. Wir hoffen, du bist ausgeschlafen. Denn dein Trip solltest du am besten früh morgens beginnen. Und kein Ort eignet sich dafür besser als der Verkehrssammelpunkt „Parça da Sé“. Hier steht der Dom „Catedral da Sé“, welcher zu den größten katholischen Kirchen der Welt gehört. Ja, ein bisschen Kultur muss sein.
  2. Anschließend geht es eine Station weiter Richtung „Liberdade“. An dieser Örtlichkeit kommt japanische Stimmung auf, denn dieses Viertel ist mit ca. 1 Mio. Japanern die größte Kolonie außerhalb Japans. Doch halte dich nicht zu lang auf, wir haben schließlich ein straffes Programm.
    Weiter geht’s auch schon nach „Saó Bento“. Dort schaust du dir das bunte Markttreiben und die Altstadt an.
  3. Gegen 12.00 Uhr solltest du dich auf zum Platz „Repulica“ machen. Vom Wolkenkratzer „Edeficio Italiano“ aus hast du im obersten Stock einen 360° Panoramablick über die ganze Stadt. Sagenhaft. Der Eintritt hierfür wird erst in der letzten Etage (41.) fällig und beläuft sich auf happige 30 R$ pro Person — immerhin gibt es ein Glas Wein zum Anstoßen dazu.
  4. Lust auf einen Einkaufsbummel? Wieder unten angekommen wartet São Paulos Prachtstraße auf dich. Hierzu nehme den Bus oder die Metro in Richtung „Paulista“. Die Avenue Paulista ist gesäumt von zahllosen Einkaufsstores, Museen wie das MSAP und und und…
  5. Schlendere die Straße bis zur Metrostation „Brigadeiro“ entlang, mache einen Schlenker nach links und warte an der Haltestelle der Straße „Av Brigadeiro Luis Antonio“ auf den nächsten Bus, der dich zum „Hotel Unique“ bringt. Eigentlich fahren fast alle Busse am Hotel vorbei, aber frage vorsichtshalber nochmal beim Busfahrer nach. Merke dir dieses Hotel gut, dazu kommen wir später noch.
  6. Vorerst biege in Fahrtrichtung links ab und laufe ein paar Blocks geradeaus. Du kommst nun den größten Stadtpark von São Paulo zu sehen, den „Parque Ibirapuera“. Falls du Lust hast, dann miete dir ein Fahrrad und petze im Park ein bisschen durch die Gegend. Achte aber darauf um Punkt 18.00 Uhr wieder beim „Hotel Unique“ zu sein!
  7. Gehe nun durch das mächtige Eingangstor in das Hotel hinein und sage, dass du zur Skybar möchtest. Beile dich, denn die besten Plätze sind rah und sehr begehrt. Das Bier ist hier zwar etwas teurer, aber die erstklassige Aussicht auf den Sonnenuntergang über den Dächern der Stadt… einfach unbeschreiblich!
  8. Verweile jedoch nicht den ganzen Abend in der einen Bar, sondern nehme den Bus wieder zurück in Richtung „Av Paulista“ oder zur Metrostation „Paulista“. Fahre von dort mit der Metro zur Station „Vila Madalena“ und lass den Abend im Kneipenviertel von Sao Paulo mit über 600 Bars ausklingen.

 

(Bilder zum Vergrößern einfach anklicken)

Und haben wir dir zu viel versprochen?

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2 Replies to “24 Stunden São Paulo — ist das überhaupt möglich?”

  1. Liebe Anni, lieber Thommy,

    Wir haben bisher eure Reise mit viel Interesse verfolgt. Sind selbst jetzt in Berlin und machen Arbeitsurlaub in der Schule von Margrets Tochter. In Berlin ist gerade Aprilwetter, da traut man sich kaum vor die Tür. Ihr könnt sicherlich das tägliche Leben in Badekleidung verbringen. Ist es bisher so wie ihr es euch vorgestellt habt? Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß!

    Liebe Grüße,
    Margret und Ottmar

    1. Hallo ihr zwei,
      wir freuen uns sehr über eure Nachricht 🙂 Ja, von dem Wetter her ist es super — das wird sich in den jeweiligen Ländern aber auch noch ändern. Bis jetzt ist es eigentlich so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Manche Sachen sicherlich noch besser, bei anderen mussten wir Kompromisse eingehen. Das gehört aber dazu. Leider spielt das Internet nicht an jedem Ort mit, weshalb der Blog nicht ganz so aktuell ist.

      Danke und ganz liebe Grüße nach Berlin

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